Freitag, 24. August 2012

Jordanien - Totes Meer, Amman, Fazit

Zum Abschluss meines Reiseberichtes aus Jordanien hier noch einige allgemeine Reiseerlebnisse und ein Besuch am Toten Meer. Als nächstes folgt dann noch ein Tag von der lieben Maegwin über das Thema Orient, und dann geht es hier wieder "normal" weiter. Mehr oder weniger, denn mein PC hat den (Internet-)Geist inzwischen völlig aufgegeben.

blühender Jasmin
Nach 5 Tagen war die Rundreise vorbei. Ein Teil der Reisegruppe flog zurück nach Hause, ein anderer Teil verlängerte zum Baden in Aqaba am Roten Meer. Ich blieb noch einige Tage in Amman.

An meinem ersten "freien" Tag machte ich einen Ausflug ans Meer. Es war zwar nur ein sehr unlebendiges Meer, aber immerhin. Das letzte Mal richtig im echten Meer war ich 1997!!!! Dazwischen war ich mal in Casablanca am Atlantik (der war schon zu kalt zum Baden) und mit den Beinen im Mittelmeer in Tartus/Syrien. Dort hatte nach einem Ausflug unser Busfahrer spontan entschieden, einen Umweg zu fahren, damit wir auch mal das Meer sehen, statt immer nur das heiße Damaskus und noch heißere Ruinenstädte ;-)


In Amman und Petra waren durchgängig sehr angenehme 30-32 °C bei trockener Luft. Ideales Klima, und das Ende Juni! Je näher wir dem Toten Meer kamen, je tiefer wir also runter fuhren (422 Meter unter Meeresspiegel), desto heißer und feuchter wurde die Luft. Dort waren es dann 40 °C. Aber man konnte sich ja abkühlen:
Man zahlt Eintritt in die diversen Luxushotels und kann dort dann den ganzen Tag deren Strand und die Pools benutzen. Mein Begleiter (unser Rundreisen-Reiseleiter, gebucht für die Fahrt und Begleitung ans Tote Meer) fuhr mich ins Dead Sea Spa Hotel. Erst gings ins "Meer", dann in den Pool.

Das Tote Meer hat 27 % Salzgehalt und ja, man schwimmt wirklich oben. Richtig (Brust-)Schwimmen kann man nicht, denn man muss vermeiden, Wasser in Mund und Augen zu bekommen. Ein Spritzer ging mir tatsächlich ins Auge. Äußerst unangenehm. Außerdem brennt das Wasser auf offenen Hautstellen. Aber am Tag danach waren sämtliche Kratzer, Mückenstiche usw., die ich hatte, verheilt. Toll :-)

Den obligatorischen schwarzen Schlamm zum Einschmieren gab es auch. Das war lustig.

Ich habe wenige Bilder vom Toten-Meer-Strand, weil meine Badeschuhe beide auf dem Weg zurück nach oben zu den Pools kaputt gingen (war das Salzwasser schuld?) und ich den ganzen Weg zum zweiten Mal nach unten zum Strand mit Kamera aber ohne Schuhe nicht gehen konnte, es war zu steinig und heiß.

Einige Worte zur von Dertour als Veranstalter organisierten Rundreise:
Die Rundreise war wirklich gut organisiert. Unser Reiseleiter war super, der Bus mit ca. 25 Plätzen klimatisiert, der Fahrstil des Busfahrers sehr angenehm. Wir haben gute Touristen-Restaurants besucht, sowie einige der berühmt-berüchtigten "Teppichläden" mit Handwerkskunst und Souvenirs. Allerdings wurde keiner zum Kauf gedrängt, die Preise waren moderat, und man konnte dort Toiletten benutzen und einen Kaffee trinken.

Die ***Hotels waren gut. In Amman war es das Toledo Hotel und in Petra das Amra Palace. Beide Hotels kann ich absolut empfehlen. Auch wenn sich einige der anderen Reiseteilnehmer beim armen Reiseleiter darüber beschwerten, dass der Pool im Toledo geschlechtergetrennt war. (Fitnessstudio und Pool waren tages-abwechselnd nur für Männer bzw. nur für Frauen zugänglich). Das Toledo ist anscheinend beliebt bei Mekka-Pilgern :-)

Das Amra Palace hat eine wunderschöne Terrasse, auf der Frühstück und Abendessen eingenommen werden.

Zum Essen muss ich auch noch etwas sagen: Das Essen in den Hotels und den besuchten Restaurants war ausnahmslos gut und immer in Buffetform. Vorspeisen gab es meist für 7 Dinar (ca. 8 Euro). Wenn man Hauptspeisen dazu wollte, waren es 10 Dinar. Das Tolle daran war, dass die Vorspeisen immer vegetarisch waren und es sich nicht nur um "normalen" Salat handelte, sondern auch um Nudelsalat, Falaffel, Krautsalat, Brot, Foul,  ... usw, je nach Restaurant. Also perfekt für Vegetarier!

Die Frühstücksbuffets waren auch in jedem der drei Hotels klasse.

Meine extra neu gekauften Anti-Durchfall-Medikamente blieben ungeöffnet!

Die restlichen Urlaubstage habe ich im Ibis Hotel in Amman verbracht. Auch dies ist ein empfehlenswertes Hotel. Sehr modern, Internetzugang, gegenüber vom Amman Mall (Einkaufszentrum). Interessant geschnittenes großes Zimmer, 300 Fernsehprogramme oder so ;-) RTL, RTL2 und ZDF waren die deutschen Sender.
In Amman hatte ich mir die Zitadelle und die Altstadt angeschaut, und die letzten beiden Tage mit sehr nettem Familienanschluss bei Freunden meines Arabischlehrers verbracht. Ich wurde zu einer Hochzeit eingeladen und zum Essen nach Hause. Vielen Dank dafür :O)

Amman von der Zitadelle aus gesehen

Ich kann Jordanien als Urlaubsland uneingeschränkt empfehlen. Es ist ein wunderschönes, warmes, herzliches Land mit ebenso herzlichen Bewohnern. Der Urlaub hat meine schon erwähnte Liebe zum Orient noch verstärkt. Am liebsten wäre ich gar nicht mehr heimgeflogen. Im Flugzeug habe ich an die Kälte in Deutschland gedacht. Es war ein richtiger Kulturschock, wieder zuhause zu sein, und das nach nur 10 Tagen auswärts. Ich habe es genossen, aus dem Hotel auf die Straße zu treten und lächelnde Menschen zu sehen, die Sonne zu spüren und mich durchs Getümmel treiben zu lassen.

Natürlich möchte ich nicht damit sagen, dass es einfach für mich wäre, in solch einem Land zu leben und dass ausnahmslos alles ganz toll ist und so. Aber ich würde auf jeden Fall gerne noch ganz viel Zeit im Nahen Osten verbringen, inshallah.

1 Kommentar:

  1. ich bin total fasziniert von deinen Reiseberichten aus Jordanien und möchte nun unbedingt selber einmal dorthin..aber erlaube mir die Frage: ist Jordanien als Urlaubsziel nicht gefährlich, also ähnlich wie der Libanon oder der Jemen ? ich hab keine Ahnung aber es interessiert mich halt sehr !

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