Samstag, 20. Oktober 2012

Binara beim Seifensiede-Workshop

Ich wollte schon lange mal Seifen selbst herstellen, bin aber immer davor zurückgeschreckt, weil die Herstellung der Lauge stark riecht und in der alten Wohnung war die Küche offen und die Tiere direkt nebenan im Wohnzimmer. Das wollte ich den empfindlichen Nasen nicht zumuten.
Nun habe ich ja eine geschlossene Küche und könnte es mal ausprobieren.

Um reinzuschnuppern in die Kunst des Seifesiedens hat meine Mama mich bei einem Workshop im Heimatdorf angemeldet.

Die Kursleiterin (hier geht es übrigens zu ihrem Blog "Buntes Seifchen") hat uns zuerst eine kleine interessante Einführung in die Geschichte der Seifenherstellung gegeben und dann erzählt, wie viele Sicherheitsbewertungen und Labortests es braucht, damit sie ihre selbst hergestellten Produkte auf Märkten verkaufen darf ... puh, das erinnert mich ein wenig an den Bereich, in dem ich arbeite - die Medizintechnik. Die Seifenherstellung scheint mir ähnlich streng reglementiert. Na ja, in den USA ist die FDA (Regulierungsbehörde) ja auch für Nahrungsmittel, Kosmetik, Medizintechnik und Arzneimittel zuständig.


Dann ging es los:

Schutzbrille und Handschuhe aufsetzen/anziehen und erstmal aus einer großen Auswahl von Duftölen die besten herausschnuppern.


Verschiedene Öle wie Kokosfett, Olivenöl (beide gehören zu den "festen Ölen"), Rapsöl, Mandelöl, Rizinusöl wurden für unser Seifenrezept vermischt. Frau Gutekunst verwendet keine tierischen Fette und auch kein Palmöl mehr, weil sie Vegetarierin ist :-)
Je nach Zusammensetzung der Ölanteile wird die Seife mehr oder weniger pflegend und mehr oder weniger hart.

Rühren ...

Zuerst haben wir einen kleinen Teil der Ölmischung in einem Plastikbecher mit den Farbpigmenten verrührt.


Nun wurde die Ölmischung mit der Lauge vermischt. Das ist der zweite gefährliche Teil der Seifenherstellung, weil man Spritzer der Öl-Laugenmischung abbekommen kann.
Den ersten gefährlichen und stark unangenehm riechenden Teil hatte Kursleiterin Frau Gutekunst bereits zuhause erledigt: die Herstellung der Lauge aus Natriumhydroxid und Wasser.


Nun bekam jede einen Teil der Mischung (Seifenleim) in ihren Messbecher gefüllt und es ging ans Rühren der Farbe und des Parfümöls in die Seife.


So werden die Seifen nun eine Woche lang gelagert, bis sie fest werden. Nächste Woche können wir sie abholen. Da bin ich mal gespannt.
Wie hatten uns im Voraus darauf geeinigt, dass wir uns die Stücke teilen werden. Wir haben uns 5 Düfte ausgesucht und abgestimmt, welche Farbe und sonstige Zusätze die Seifen bekommen:
  • Sanddorn - leicht orange marmoriert
  • Orangenöl - orange
  • Meeresbrise - blau marmoriert (Indigo)
  • Dark Chocolate - braun durch Kakaopulver
  • Mandelbiscuit - ohne Farbstoff
Jede wird ein Stück von jeder Seife bekommen.


Dann ging es zu Teil 2: Körpercreme-Herstellung. Dieses Verfahren ist wesentlich einfacher: Sheabutter, Stärke und Mandelöl werden vermischt. Danach durfte jede sich 2 verschieden beduftete Cremes abfüllen.

Noch mehr Parfümöle schnuppern. Vor allem welche ohne zu viele Allergene, da die Körpercreme im Gegensatz zur Seife auf der Haut verbleibt.
die Kursleiterin beim Mischen der Zutaten
lecker ... :o)
die frische Creme wurde sogleich ausprobiert


 Uns allen hat der Workshop viel Spaß gemacht. Ich bin schon gespannt auf meine Seifenstücke!


Kommentare:

  1. Klingt gut, aber ich bin immer viel zu faul, etwas selbst zu machen. :D

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  2. ich würde auch so gern meine seife herstellen...aber ist eben doch etwas umständlicher und nicht ganz ungefährlich.
    aber irgendwann will ichs auch machen, ich finde das nämlich super. man weiß was drin ist und man macht einfach das rein was man mag :)

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  3. Das ist ja toll! Ich würde auch sooooo gerne Seife und Creme selbst machen. Hmmm, mal schauen, ob bei uns auch so ein Workshop angeboten wird.

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  4. Das ist ja ein toller Beitrag. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit der Gruppe!
    Schön!

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  5. Na das sieht ja toll aus, das glaube ich dir, dass ihr Spaß hattet :) ich siede jetzt auch schon seit einem Jahr selbst, aber nur für mich und Verwandtschaft, da man ja nicht so einfach verkaufen darf.

    Wenn du magst, kannst du dir auch meine Werke mal anschauen:
    alle-meine-seifen.blogspot.de

    LG Anna

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    1. Ich kenne Deinen Seifen-Blog. Schade, dass ich nicht so viele Verwandte habe, bzw. Abnehmer für Seife :)

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  6. Haste die Seifen bekommen? Uuuuund.....wie gefallen sie Dir?

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    1. Ich hab sie noch gar nicht, sehe meine Mutter erst morgen wieder. Bin mal gespannt :)

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  7. uuuuuund? wa ist aus den seifen geworden?

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Ich mag Kommentare :o)