Sonntag, 27. Juli 2014

Parfümprobenvorstellung Teil 5 * The Different Company * Jasmin de Nuit


The Different Company gibt es seit dem Jahr 2000. Es werden in den Parfümkreationen keine synthetischen Duftstoffe eingesetzt, nur natürliche, und zwar in einer höheren Konzentration als normalerweise verwendet wird.
Die Düfte sind nicht in Männer- und Frauenprodukte unterteilt, da die natürlichen Stoffe auf jeder Haut anders wirken. Auch Jasmin de Nuit ist als Unisex-Duft ausgewiesen.

Meine Abfüllung von ALZD ist orange. Erst dachte ich, das Parfüm wäre schlecht geworden, aber es duftet zum Glück noch sehr gut.


Das sagt der Hersteller:
A completely irresistible sensuous amber-jasmine.

A constellation of scents where sparkling notes of Star Anise and Mandarin illuminate the luscious notes of Egyptian Jasmine absolute on a soft, warm bed of Golden Amber.

Sparkly and delicious.


Pyramide:
Kopf: Sternanis, Bergamotte, Mandarine
Herz: Jasmin, Zimt, Kardamom
Basis: Sandelholz, Ambra, Patchouli


Das sage ich:
Ich liebe Jasminduft, auch den, den die Blüten direkt ausstrahlen und bekomme glücklicherweise keine Kopfschmerzen davon. Die Nacht-Jasmin-Variante von The Different Company ist ein warmer, würziger Duft, der zur Familie der orientalisch-blumigen Parfüms gehört. Kreiert wurde er von der Tochter eines berühmten Parfümeurs, Céline Ellena. Ihr Vater Jean-Claude wurde 2004 Hausparfumeur bei Hermès.

Für mich riecht Jasmin de Nuit vor allem nach einer tropisch-schwülen Sommernacht, nach Gewürzen und süßen Jasminblüten. Der Blütenduft hat allerdings nicht die Schwere, bzw. den Kopfschmerzduft, den der Jasmin für manche Menschen normalerweise ausstrahlt.

Von der Holznote des Sandelholzes merke ich nach einiger Zeit noch ein wenig, Patchouli nur am Rande, denn der Ambraduft dominiert die Duftbasis. Eigentlich mag ich Ambra nicht so sehr, er verträgt sich nicht gut mit meiner Haut. Aber wenn ich den Duft auf die Kleidung sprühe (der auf der Haut sowieso nicht allzu lange hält), kommt mir das Pottwal-Verdauungssekret angenehm einhüllend-warm vor. Ich zitiere Wikipedia: "Ins Meer gelangt die Substanz durch Erbrechen, als Kotsteine oder durch den natürlichen Tod der Tiere." Lecker ;-)


Fazit:
Auch wer keinen Jasminduft mag, könnte Gefallen an Jasmin de Nuit finden. Eingehüllt in warme und würzige Duftnoten verliert der Jasmin seine Schwere und trotz der Gewürze Sternanis, Kardamom, Zimt und der Mandarine finde ich den Duft nicht weihnachtlich, sondern kann ihn auch jetzt im Sommer tragen.


Parfümprobenvorstellung Teil 1 bis 4:
Teil 1: Keiko Mecheri - Loukhoum (auf englisch)
Teil 2: Juliette has a Gun - Lady Vengeance 
Teil 3: Lalique - Amethyst 
Teil 4: L'Artisan Parfumeur - Le Premier Figuier


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